Landessprecherwahl NRW 2022 abgebrochen

Juli 25, 2022 Aus Von su

Der Wahlausschuss 2022 für die Landessprecherwahl in NRW erklärt auf Grund der sehr geringen Wahlbeteiligung (11 Personen) und nur zwei Kandidaten (die Amtsinhaber) die Wahl per Brief in diesem Jahr für gescheitert. Die Wahl ist somit abgebrochen.

Daher sind wir, Thorsten Dürholt, Sonja Utzenrath und Nina Rath, als Wahlausschuss NRW 2022 zurückgetreten.

Die bisherigen Landessprecher bleiben für ein weiteres Jahr im Amt.

Was ist passiert?

Der Wahlausschuss einer EX-IN Landessprecherwahl ist auf die Mitwirkung der Wahlberechtigten angewiesen und hat nur auf Umwegen die Möglichkeit, diese zu kontaktieren, da es in NRW keine offiziellen Listen mit Wahlberechtigten gibt. Eine Veröffentlichung auf der nicht sehr bekannten, weil neuen Webseite reicht nicht aus.
Die Trainer senden den Aufruf zur Wahl an ihre Absolventen. Der Wahlausschuss hat keinen Einfluss darauf und keine Kenntnis davon, an wen die Mail gesendet wird.

Zur Erinnerung: Wahlberechtigt sind alle Inhaber eines von von EX-IN Deutschland e.V. anerkannten EX-IN Zertifikats für Genesungsbegleiter, Angehörigenbegleiter und Trainer, die zum Zeitpunkt der Wahl in NRW wohnhaft sind.

Für eine Teilnahme an der Wahl ist keine Mitgliedschaft in einem EX-IN ausgerichteten Verein auf Bundes-, Landes- oder regionaler Ebene erforderlich.

Konservativ berechnet, könnte man bei dieser Definition in NRW von mehr als 240 Wahlberechtigten ausgehen. (3 Standorte x je 5 Kurse x mind. 15 Genesungsbegleiter, dazu Trainer und Angehörige, alle mit Zertifikat) Das bedeutet, dass die Anmeldung zur Wahl in 2022 weniger als 5% der potentiellen Wahlberechtigen entspricht.
Außerdem ist es wünschenswert, wenn sich mehr Kandidaten als die bisherigen Amtsinhaber bei der nächsten Wahl aufstellen lassen.

Was kann beim nächsten Mal verbessert werden?

Wir regen an…

  • in den nächsten 12 Monaten die Vereinsarbeit des IdEE Vereins und damit des Landesverbandes NRW in den Standorten auf gute Beine zu stellen und Mitwirkende auf Landes- und regionaler Ebene zu gewinnen.
  • die Diskussion im Verein EX-IN Deutschland anzuregen, die Definition der Wahlberechtigung noch mal zu überdenken.
    Die Inklusion von nicht-Vereinsmitgliedern, die sich selbst melden müssen und sich nicht in einem entsprechenden Verein auf Bundes-, Landes- oder regionaler Ebene engagieren, ist zwar im Gedanken von EX-IN wünschenswert, aber nicht praktikabel.
  • alternative Formen der Wahldurchführung zu diskutieren.
    Das Konzept einer Wahl per Brief ist auf Grund des Inklusionsanspruches komplizierter als eine Wahl im Rahmen einer Veranstaltung mit persönlicher Anwesenheit.
  • bei einem weiteren Wunsch nach einer „Wahl per Brief“ über ein sinnvolles, datenschutzgerechtes dauerhaftes Wahlregister nachzudenken, das durch entweder durch die Landessprecher oder den IdEE Verein für NRW geführt wird.